PressePresseartikel Frankfurter Allgemeine ZeitungMittwoch, 20. August 2008
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.06.2007
Alles ins rechte Licht setzen Offenbacher Lux AV sorgt bei Veranstaltungen für die Technik / Vier Lehrlinge bei 18 Mitarbeitern bema. OFFENBACH. Wenn alles klappt, merkt es keiner, wenn etwas schiefgeht, fällt es sofort auf. Das, so Randolf Grabinger von der Lux AV-Technik GmbH, sei das Schicksal von Veranstaltungstechnikern. Seine beiden Kollegen nicken; sie wissen, wovon er spricht. Gemeinsam bauen sie die Technik für eine Tagung am folgenden Tag im Schlosshotel Kronberg auf. Die Vorgaben: drei bis vier Redner, 65 Gäste, Simultanübersetzung, Präsentation mit Beamer. Nichts Ungewöhnliches für die Techniker der Lux AV. 18 fest angestellte Mitarbeiter hat das Offenbacher Unternehmen - laut Grabinger ist das untypisch für die Branche. Vier bis fünf feste, das sei schon eher normal. Viele Arbeiten würden dann von Praktikanten und freien Mitarbeitern erledigt. Natürlich könnten Unternehmen mit einer solchen Struktur den Kunden preislich günstigere Angebote machen, sagt Grabinger. Andererseits schätzen es die Kunden der Lux AV, vertraute Ansprechpartner zu haben. Seine Ursprünge hat das Unternehmen im Einzelhandel. 1961 gründete Axel Sadlowski das Fotofachgeschäft "Foto-Lux" an der Frankfurter Taunusstraße. Nach und nach verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Verleih von Technik für Veranstaltungen. Anfang der neunziger Jahre zog die GmbH mit damals vier Mitarbeitern nach Offenbach. Die Kunden sind inzwischen in ganz Europa verteilt. Deutsche Unternehmen seien in Sachen Veranstaltungstechnik nun mal weltweit die Nummer eins, meint Grabinger. Seit sieben Jahren bildet das Unternehmen Veranstaltungstechniker aus. Der Ausbildungsgang ist noch ziemlich jung, er existiert seit 1998. Seine Inhalte entstammen traditionellen Berufen wie Bühnentechniker, Beleuchter und Tontechniker. Seit 2001 gibt es zudem den Ausbildungsgang Veranstaltungskaufmann und -frau. Patrick Hüther schloss seine Ausbildung bei Lux AV 2004 ab, seitdem ist er dort fest angestellt. "Mein Beruf ist super abwechslungsreich, und ich bekomme die komplette Entstehung einer Veranstaltung mit", sagt der Fünfundzwanzigjährige. "Der Kunde sagt uns, was er braucht, wir machen ihm ein Angebot, besichtigen die Locations, planen und machen", fährt Hüther fort. Personal, Technik, Logistik, die ganze Palette eben. Bei 18 Mitarbeitern - 15 Männer, drei Frauen - beschäftigt Lux vier Auszubildende, im Herbst kommen noch mal zwei dazu - auch das ist ungewöhnlich. Eine Methode, um Kosten zu sparen? "Nein", sagt Geschäftsführerin Birgit Sadlowski. "Die Leute bilden wir aus, damit wir danach Mitarbeiter haben, wie wir sie brauchen". Im ersten Ausbildungsjahr müsse man viel Zeit in die neuen Kollegen investieren, dafür seien sie nach ihrer Ausbildung gut in das Team und das Geschäft integriert. Qualifiziertes Personal auf dem freien Markt zu finden sei schwierig, bestätigt Grabinger. Er war schon seit zehn Jahren in der Branche tätig, als er 1998 im Pilotjahrgang die Veranstaltungstechnik noch mal von der Pike auf lernte. Im Anschluss daran wechselte der heute Neununddreißigjährige zu seinem heutigen Arbeitgeber. Außer der Abwechslung begeistert Hüther an seinem Beruf, dass er so häufig mit bekannten Menschen in Kontakt kommt. Mit dem Schauspieler Mario Adorf oder dem Dalai Lama etwa. Als dieser 2003 in Deutschland war, hat Hüther die Übersetzungstechnik betreut. Miteinander gesprochen hätten sie nicht, aber den Dalai Lama aus unmittelbarer Nähe zu erleben, sei auch ohne Worte beeindruckend, erzählt der Fünfundzwanzigjährige. Presseartikel Offenbach-PostMittwoch, 20. August 2008
Offenbach-Post vom 16.05.2003
Dolmetscherkabinen aufbauen und den Redner ins rechte Licht setzen Offenbacher Lux AV-Technik GmbH bildet zur "Fachkraft für Veranstaltungstechnik" aus Offenbach (siw) Der gute Ton gehört bei der Lux AV-Technik GmbH zum Geschäft: Mikrofone, Diskussionsanlagen, Beschallungspakete, Dolmetscher- und Simultananlagen, Telefonkonferenzsysteme und vieles mehr an Ausstattung und Service bietet das Unternehmen an, um Veranstaltungen wie Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften, Konferenzen der europäischen Zentralbank oder hochkarätige politische Gipfel zum Erfolg werden zu lassen. Aus einem Fotofachgeschäft, das Axel Sadlowski 1961 in der Frankfurter Taunusstraße 52 gründete, ist ein hochtechnisierter Betrieb geworden, der seit 1986 in der Offenbacher Luisenstraße 6 sitzt, bundesweit arbeitet und auch im Ausland gefragt ist. Birgit Sadlowski hat die Geschäftsführung inzwischen vom Gatten übernommen und sorgt mit 18 Mitarbeitern außer dem guten Ton auch für einwandfreie Bilder und optische Darstellungen: Von einer neuartigen Präsentationswand über eine computergesteuerte Abstimmanlage (TED genannt), Aufnahme- und Wiedergabegeräte bis zu Rednerpult und Moderatorenkoffer reicht das Angebot (www.lux-av.de). Technische Ausstattungen von Ärztekongressen, Veranstaltungen europäischer Betriebsräte, internationale Kongresse mit Satellitenübertragung im Frankfurter Hof, Mariott-Hotel, der Alten Oper oder in Brüssel gehören zum Tagesgeschäft: Allein vorgestern bestückte man acht Großveranstaltungen von Hamburg bis Kelsterbach. Trotzdem werden auch Kleinkunden, die lediglich einen Overheadprojektor leihen wollen, gerne bedient. Die Arbeit der Angestellten, die von freien Mitarbeitern und Hilfskräften unterstützt werden, sieht folgendermaßen aus: Der Transporter wird mit den Geräten bestückt, sie fahren zum Tagungsort, bauen auf, betreuen die jeweilige Anlage während der Konferenz, bauen ab und fahren zurück. Stress ist manchmal vorprogrammiert: "Da die Hotels ihre Räume optimal nutzen wollen, passiert es oft, dass eine Veranstaltung um Mitternacht zu Ende ist und eine andere um acht Uhr beginnt. Das heißt: Wir müssen ab fünf Uhr morgens aufbauen", erklärt die Chefin. Schon früh versuchte man im mittelständischen Unternehmen Nischen zu besetzen und investierte in teure Großgeräte: 1999 nahm die erste Video-Konferenzanlage sowie die erste computergesteuerte Abstimmanlage (TED) in Betrieb. Seit fünf Jahren bildet das Unternehmen seinen Nachwuchs aus: Im anerkannten Lehrberuf "Fachkraft für Veranstaltungstechnik" beschäftigen sich Auszubildende drei Jahre lang mit einem umfangreichen Spektrum von Ton-, Bild-, Lichtechnik sowie Bühnenbau und der Vernetzung kompletter Computersysteme. Die vier Ausbildungsplätze sind übrigens noch nicht besetzt: Interessenten sollten außer technischem Interesse vor allem ein gutes Realschulzeugnis mitbringen und mit Mathematik nicht auf Kriegsfuß stehen. "Sonst schaffen sie die Schule nicht", meint Birgit Sadlowski. Doch die Chefin möchte falsche Erwartungen erst gar nicht aufkommen lassen: Mit Musik hat das Unternehmen wenig zu tun, wer davon träumt, als Roadie Rockbands auf ihrer Tour zu begleiten, ist an der falschen Adresse. Dass macht sich auch optisch deutlich: Oft wird bei Konferenzen ausdrücklich gewünscht, dass der Veranstaltungstechniker konventionelle Kleidung trägt. Presseartikel Frankfurter RundschauMittwoch, 20. August 2008
Frankfurter Rundschau vom 19.08.2003
Aus der Serie "BetriebsGeheimnisse" Sie haben schon Yassir Arafat verkabelt Die Firma Lux AV-Technik rüstet unter anderem Kongresse mit Simultananlagen und Dolmetscherkabinen aus Von Nadja Henselin Wir bewegen uns täglich durch ein Gewirr von Firmenschildern. Manchmal verraten die Namen etwas über die Branche, allzu oft aber bleibt im Verborgenen, was hinter den Fassaden gearbeitet und produziert wird. Die FR öffnet für ihre Leser die Firmentore und blickt in einer Serie über heimische Wirtschaftsbetriebe hinter die Kulissen. Heute stellen wir die Offenbacher Firma Lux AV-Technik vor. OFFENBACH. "Manche Kunden wollen sich nur ein Flipchart leihen, andere wollen sich einen internationalen Kongress mit Simultananlagen und Satellitenübertragung ausrüsten lassen", sagt Birgit Sadlowski, Geschäftsführerin von Lux AV-Technik. Bei ihr in der Luisenstraße 6 sind sie alle willkommen. Ob es darum geht, Bilder auf Leinwände zu projizieren, Telefonkonferenzen zu ermöglichen oder hunderte Kongressteilnehmer zu ermöglichen per TED abstimmen zu lassen, das Offenbacher Unternehmen sorgt für die nötige Technik und die Menschen, die sie bedienen können. So wird derzeit die Schachweltmeisterschaft in Mainz mit den nötigen Anlagen ausgestattet, Hotels lassen ihre Konferenzräume versorgen oder Aktiengesellschaften präsentieren sich mit der Technik von Lux auf ihren Hauptversammlungen. Angefangen hat alles 1961 in der Taunusstraße 52 in Frankfurt. Dort eröffnete Birgit Sadlowskis Ehemann Axel das Fachgeschäft Foto Lux. Als Mitte der 70er Jahre der Preiskampf mit anderen Foto-Filialen immer härter wurde, begann Sadlowski Handel und Vermietung von Geräten und Zubehör für Film-, Video- und Diaprojektion auszuweiten. 1980 schließlich gab er das Fachgeschäft auf, Lux AV-Technik war geboren. Schon zwei Jahre später bot die Firma als erste im Rhein-Main-Gebiet die komplette Ausstattung von Simultankonferenzen mit eigens dafür entwickelten Dolmetscherkabinen an. Diese Kabinen kamen auch zum Einsatz, als Lux AV-Technik Ende der 90er Jahre für ein internationales politisches Treffen mit höchster Sicherheitsstufe die Technik stellte. Einer der damaligen Gäste war Palästinenserführer Yassir Arafat. Die Simultan- und die elektronische Abstimmungstechnik sind noch immer ein Spezialgebiet von Lux AV-Technik, auf dem sie zu den größten Anbietern der Region zählen. Inzwischen hat die Firma 18 Mitarbeiter, die bei Bedarf von freien Kräften unterstützt werden. Seit 1986 sitzt sie in Offenbach. "Uns war es in Frankfurt zu beengt, zumal wir für unsere Technik und den Fuhrpark große Lagerflächen benötigen", sagt Birgit Sadlowski. Außerdem sei die Verkehrsanbindung optimal. Seit fünf Jahren bildet der Betrieb auch aus, und zwar zum Veranstaltungstechniker. "Der Beruf existiert erst seit sieben Jahren und ist noch recht unbekannt", erklärt Sadlowski. Die jungen Leute lernen nicht nur Ton-, Bild- und Lichttechnik zu beherrschen, sie müssen sich auch in Traversen- und Bühnenbau, der Vernetzung von Computersystemen und den Feuer- und Unfallvorschriften auskennen. Derzeit hat sie fünf Azubis, ein Mitarbeiter macht seinen Meister. Eine Investition in die Zukunft, denn noch im nächsten Jahr soll es eine Verordnung geben, dass bei Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern ein Meister für Veranstaltungstechnik vor Ort sein muss. Zwar gehören unregelmäßige Arbeitszeiten, häufig auch abends und am Wochenende, zum Alltag bei Lux AV-Technik, dafür können sich die Mitarbeiter über mangelnde Abwechslung nicht beklagen. "Unser kuriosester Auftrag kam einmal von der Organisation 'Huren wehren sich gemeinsam'", erinnert sich Birgit Sadlowski. Für die hatten sie unter strengster Geheimhaltung einen internationalen Kongress von Prostituierten ausrüsten sollen. "Aus Angst vor den Zuhältern gaben die Frauen uns erst wenige Stunden vor Kongressbeginn den Veranstaltungsort bekannt, und hinterher mussten wir die Mikros vom Make-Up reinigen". FACHKRAFT FÜR VERANSTALTUNGSTECHNIK Veranstaltungstechniker übernehmen die technische Umsetzung von Veranstaltungskonzepten in Koordination mit dem dazugehörigen Zeitplan, sie realisieren die Aufbauten und können die technischen Analgen - das Mischpult, die Lichtanalgen - bedienen und programmieren. Ob im Theater, bei Fernsehshows oder Kongressen, sie arbeiten mit Künstlern, Regisseuren und Veranstaltern zusammen und versuchen, deren Vorstellungen technisch möglichst authentisch zu realisieren. Die dreijährige Basisberufsausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik wird an der Berufsschule und im Betrieb erworben. Wer seine Lehre abgeschlossen hat, kann dann bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) seinen Meister für Veranstaltungstechnik machen oder die Prüfung zur staatlich geprüften Fachkraft nach der Veranstaltungsstättenverordnung ablegen. Die Möglichkeit zur Weiterbildung bietet auch die Technische Fachhochschule Berlin, die Diplom-Ingenieure für Theater- und Veranstaltungstechnik ausbildet. Weitere Informationen dazu gibt es bei der IHK Offenbach. hna
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